Stallungen für Islandpferde
   

In der Geschichte des Sonnenberger Hofes spielte die Pferdehaltung schon immer eine bedeutende Rolle. Seit dem Jahr 2001 haben wir uns auf die Haltung von Islandpferden spezialisiert. Unsere obersten Ziele sind es hierbei, eine artgerechte und optimale Haltung in kleinen Herdenverbänden zu erreichen. Für eine konsequente Umsetzung dieser Ziele wurden die kompletten Stallungen neu angelegt und auf die speziellen Bedürfnisse der Tiere abgestimmt. Bei der Planung und Umsetzung standen uns verschiedene Experten aus der internationalen Islandpferdeszene mit Rat und Tat zur Seite. Wir haben uns für das Haltungssystem der Gruppenauslaufhaltung in Kombination mit dosiertem Weidegang in den Sommermonaten entschieden.

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Die Gruppenauslaufhaltung ist, laut dem aktuellen Wissensstand der Forschung, die tiergerechteste aller Haltungsformen. Der bekannte und renommierte Verhaltensforscher Klaus Zeeb gibt an, dass in einer Gruppenauslaufhaltung den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes am besten entsprochen wird. Dazu zählen neben den sozialen Aspekten auch die klimatischen Ansprüche, wozu das Vorhandensein von Licht und frischer Luft zählen. Die Pferde können sich jederzeit frei bewegen und sind in der Ausübung von Sozialkontakten und Komfortverhalten nicht eingeschränkt. Bei der Gruppenauslaufhaltung handelt es sich um einen Offenstall. Dies ist ein Stallgebäude, das zu einer oder mehreren Seiten offen ist und in dem das Stallklima den Außenverhältnissen entspricht. Der Stall dient als Schutz vor extremer Witterung. Ziel dieser Haltungsform ist u.a., die Bewegung der Pferde anzuregen, was durch die Unterteilung in verschiedene Funktionsbereiche geschieht.
Stallungen Uebersicht

Auf dem Sonnenberger Hof wurden fünf Stallgebäude aus Holz errichtet, welche von großzügig bemessenen Paddockflächen umgeben sind. Durch mehrere Ein-und Ausgänge können die Pferde jederzeit vom Stall- in den Paddockbereich wechseln. Dies ermöglicht auch rangniedrigen Pferden auszuweichen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Es gibt keine baulichen Sackgassen.

Die Paddocks sind befestigt, wodurch die Pferde auch nach längeren Regenperioden im Trockenen stehen. Außerdem nutzen die Pferde diese Flächen gerne zum Wälzen, das zu ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire gehört und für das Wohlbefinden der Tiere unerlässlich ist. Die Paddocks erlauben den Pferden darüber hinaus einen Weitblick in die Ferne, was ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt und somit Stress reduziert. Stallung
Im Paddockbereich sind mehrere automatische Selbsttränken installiert, die eine ständige Frischwasserversorgung sicherstellen. Durch die Entfernung vom Fressplatz ist ein Bewegungsanreiz gegeben und die, aus hygienischen Gründen negativ zu bewertende, Einweichung des Futters mit Wasser wird verhindert.
Stallgasse

Die Offenställe bieten allen Pferden überdachte Liegebereiche mit Stroheinstreu, in welchen sie auch vor extremen Witterungen Schutz finden. Stroh bietet den Pferden (im Gegensatz zu anderen Einstreumaterialien) neben vielen anderen Vorteilen, nicht zuletzt eine sinnvolle Beschäftigung, da die Pferde gerne daran knabbern. Daher ist Stroh aus ethischer Sicht unbedingt als Einstreu zu wählen, wie jüngst in einer wissenschaftlichen Studie herausgefunden wurde.

Die Fütterung der Pferde erfolgt auf einem etwas erhöhten Futtertisch, um einen Ausgleich des Weideschrittes zu erzielen.Die hohe Anzahl der Fressplätze, sowie deren spezielle Ausgestaltung, garantieren auch rangniederen Tieren die ungestörte Futteraufnahme. Der Futtertisch liegt separat und wird vor jeder Fütterung gesäubert, damit eine hygienische Futteraufnahme gewährleistet wird. Dies ist für den empfindlichen Verdauungsapparat der Pferde von großer Bedeutung. Deswegen besteht auch eine bauliche Trennung von Fress- und Liegebereich.